07.10.2026

Google-Unternehmensprofil optimieren: Zehn Dinge, die wirklich zählen.

Luisa Skwirba

Luisa Skwirba neben einer Plüsch-Standortnadel, Überschrift: Bei Google vorne. In der Karte.

Wer in Kassel nach einem Zahnarzt, einer Schreinerei oder einem Immobilienmakler sucht, sieht zuerst die Karte mit drei Einträgen. Nicht die Websites. Diese drei Plätze vergibt Google über das Unternehmensprofil, früher Google My Business. Für regionale Betriebe ist es damit oft das wichtigste Stück Marketing überhaupt, und es kostet nichts. Zehn Dinge, die den Unterschied machen.

1. Die richtige Hauptkategorie

Die Kategorie entscheidet, bei welchen Suchen du überhaupt auftauchst. „Schreinerei“ ist etwas anderes als „Möbelgeschäft“, „Zahnarzt“ etwas anderes als „Zahnklinik“. Wähle die Kategorie, die deine Kunden suchen würden, nicht die, die am vornehmsten klingt. Weitere Kategorien kannst du ergänzen, aber die erste zählt am meisten.

2. Name, Adresse, Telefon: überall gleich

Google vergleicht deine Angaben mit dem, was auf deiner Website, in Branchenbüchern und bei anderen Diensten steht. Steht dort „Müller GmbH, Hauptstr. 5“ und im Profil „Müller Schreinerei, Hauptstraße 5a“, verliert Google Vertrauen. Einmal alles gleich schreiben, überall.

3. Öffnungszeiten, die stimmen

Klingt banal, ist aber der häufigste Grund für schlechte Bewertungen: „Stand vor verschlossener Tür.“ Trage auch Feiertage und Betriebsurlaub ein. Google fragt regelmäßig nach, ob die Zeiten noch stimmen, und wer nicht antwortet, rutscht nach unten.

4. Eigene Fotos, regelmäßig

Profile mit eigenen Fotos bekommen deutlich mehr Anfragen als Profile mit dem Google-Street-View-Bild der Fassade. Zeig dein Team, deine Werkstatt, deine Projekte, dein Auto. Ein Foto im Monat reicht, Hauptsache echt. Kein Stockfoto, Google erkennt das und die Kunden auch.

5. Bewertungen: fragen, nicht hoffen

Bewertungen sind der stärkste Hebel für die Reihenfolge in der Karte. Die meisten zufriedenen Kunden bewerten nicht, weil sie nicht daran denken. Frag sie, direkt nach dem Auftrag, mit einem Link. Ein Kärtchen mit QR-Code auf der Rechnung funktioniert bei Handwerkern erstaunlich gut. Nie Bewertungen kaufen, das fliegt auf und kostet das Profil.

6. Auf jede Bewertung antworten

Auch auf die guten. Zwei Sätze reichen. Bei schlechten Bewertungen sachlich bleiben, das Problem benennen und eine Lösung anbieten. Die Antwort liest nicht der Kritiker, sondern die nächsten hundert Leute, die überlegen, ob sie dich anrufen.

7. Leistungen und Produkte eintragen

Im Profil kannst du Leistungen mit Beschreibung anlegen. Nutze das und schreib hinein, was Kunden suchen: „Dachgeschossausbau“, „Professionelle Zahnreinigung“, „Immobilienbewertung kostenlos“. Jede Leistung ist eine Chance, bei einer weiteren Suche aufzutauchen.

8. Beiträge nutzen

Das Profil hat eine Beitragsfunktion, die fast niemand nutzt. Ein Beitrag pro Monat, ein aktuelles Projekt, ein Angebot, eine Neuigkeit aus dem Betrieb, zeigt Google, dass das Profil lebt. Das allein reicht oft, um an Mitbewerbern vorbeizuziehen, die ihr Profil 2019 zum letzten Mal angefasst haben.

9. Fragen und Antworten selbst anlegen

Unter dem Profil können Nutzer Fragen stellen. Antwortet niemand, antwortet irgendwann ein Fremder, und nicht immer richtig. Leg die fünf häufigsten Fragen selbst an und beantworte sie: Parkplatz, Anzahlung, Anfahrt, Notdienst, Terminvergabe.

10. Die Website muss dazu passen

Google schaut, ob die Website das bestätigt, was im Profil steht: gleiche Leistungen, gleiche Adresse, gleiche Region. Eine Website, die „Innenausbau in Nordhessen“ gar nicht erwähnt, hilft dem Profil nicht. Umgekehrt stärkt eine gute Website das Profil, weil Google beides zusammen bewertet. Wie das zusammenspielt, erklären wir auf unserer Seite zu SEO und Online-Marketing.

Was du davon hast

Ein gepflegtes Profil bringt bei regionalen Betrieben oft mehr Anrufe als die Website. Und es ist in zwei Stunden auf einen guten Stand gebracht, danach reicht eine halbe Stunde im Monat. Wenn du das lieber abgeben willst: Wir übernehmen das für Betriebe in Kassel und Nordhessen, inklusive Bewertungsstrategie und monatlichen Beiträgen. Oder du machst es selbst mit dieser Liste. Beides ist besser als gar nichts.

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Luisa Skwirba

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